Millionen Menschen strömen jedes Jahr auf Musikfestivals, um gemeinsam Musik, Ekstase und ein Gefühl grenzenloser Freiheit zu erleben. Doch ein Blick auf die Bühnen zeigt: Noch immer dominieren dort männliche Acts. In ihrem Buch geht Rike van Kleef der Frage nach, warum sich diese Ungleichheit so hartnäckig hält. Auf Grundlage zahlreicher Gespräche mit Akteur:innen der Live- und Festivalbranche beleuchtet sie, wie Gewalt und Machtmissbrauch dabei helfen diskriminierende Strukturen in der Musikindustrie zu erhalten, welchen Hürden FLINTA-Akteur:innen begegnen sowie Themen wie Bezahlung, Sicherheit und Sichtbarkeit. Van Kleef zeigt zudem auf, wie der Weg zu mehr Gendergerechtigkeit aussehen könnte: Wie Booker:innen zu diverseren Line-ups finden, was Festivals zu sicheren Räumen für FLINTAs machen würde und wie männerdominierte Strukturen aufgelöst werden können.
Rike van Kleef ist Kulturarbeiterin, Journalistin und Autorin. Sie arbeitet an den Schnittstellen von Kultur, Feminismus und Gesellschaftspolitik, ist Mitgründerin des Vereins fæmm und wurde für ihre journalistische Arbeit unter anderem mit dem International Music Journalism Award ausgezeichnet.
Im Anschluss an die Lesung ist Raum für Austausch und Vernetzung, unter anderem mit Informationsangeboten vom Landesfrauenrat Thüringen und weiteren Akteur:innen.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe “8. März ist jeden Tag!” vom FLINTA* – Netzwerk meta.ware Weimar. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
Links:
- Buch: https://www.ventil-verlag.de/titel/1977/billige-platze
- Über Rike van Kleef: https://bricksagency.de/rikevankleef/
- Über Wellemachen e.V.: https://wellemachen.org/
- Über meta.ware: https://www.instagram.com/meta.ware/
Foto Rike van Kleef: © Lou Trajano
